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Aktuelles

Hier finden Sie aktuelle Informationen rund um die Klinik.

Angehörigengruppe bei Substanzabhängigkeit (Sucht) – Programm für das 2. Halbjahr 2026

Begleiten – Verstehen – Unterstützen.

Die Abhängigkeit eines nahestehenden Menschen ist für Angehörige oft eine enorme Belastung. Gefühle von Hilflosigkeit, Überforderung oder Sorge sind häufige Begleiter. Die Angehörigengruppe bei Substanzabhängigkeit der LWL-Klinik Hemer (Hans-Prinzhorn-Klinik) bietet einen geschützten Raum, um Erfahrungen zu teilen, fachliche Informationen zu erhalten und Wege im Umgang mit der Situation zu finden.

Ziel und Inhalt der Gruppe

In der Angehörigengruppe erhalten Teilnehmende:

  • Informationen zu verschiedenen Aspekten von Abhängigkeitserkrankungen
  • Austausch mit anderen Angehörigen und Betroffenen
  • Unterstützung im Umgang mit herausfordernden Situationen
  • Professionell begleitete Gruppengespräche durch Fachkräfte der Klinik

Die Teilnahme ist kostenlos, die Vertraulichkeit wird selbstverständlich gewahrt.

Wer kann teilnehmen?

Eingeladen sind Angehörige, Partnerinnen und Partner, Freundinnen und Freunde sowie andere nahestehende Personen von Menschen mit einer Substanzabhängigkeit.

Termine im 2. Halbjahr 2026

Die Angehörigengruppe trifft sich jeden dritten Dienstag im Monat von 18:00 bis 19:30 Uhr in der LWL-Klinik Hemer.

  • 21. Juli – Grundlagen der Abhängigkeit
  • 18. August – Wie kann Kommunikation gelingen?
  • 22. September – Co-Abhängigkeit erkennen und verstehen
  • 20. Oktober – Hilfesysteme und Unterstützungsangebote
  • 17. Novemer – Krisenintervention und Notfälle
  • 15. Dezember – Doppeldiagnosen

Der genaue Veranstaltungsraum in der Klinik wird nach der Anmeldung mitgeteilt.

Anmeldung und Teilnahme:
Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, wird um eine vorherige Anmeldung gebeten. Eine Anmeldung ist jeweils für den einzelnen Termin erforderlich. Sollte ein gebuchter Termin nicht wahrgenommen werden können, wird um eine Absage mindestens 24 Stunden im Voraus gebeten, damit der Platz neu vergeben werden kann.

Anmeldung und Kontakt:
Michaela Much – michaela.much@lwl.org, Telefon 02372 861-8173
oder
Sabrina Urbanek – SabrinaKatharina.Urbanek@lwl.org

Veranstaltungsort:
LWL-Klinik Hemer – Hans-Prinzhorn-Klinik
Frönsberger Straße 71
58675 Hemer

Dr. Holger Lach übernimmt Leitung an der LWL-Klinik Hemer

Dr. med. Holger Lach ist neuer Chefarzt für Suchtmedizin an der LWL-Klinik Hemer, Hans-Prinzhorn-Klinik. Der 57-Jährige kennt die Klinik seit vielen Jahren – und bringt nicht nur Erfahrung, sondern auch große Motivation für seine neue Aufgabe mit.

„Die Chefarztposition bin ich auch wegen der tollen Leute angetreten, die dort arbeiten“, sagt Lach. Bereits 2009 begann er seine Tätigkeit an der Klinik als Weiterbildungsassistent und ist ihr seitdem nahezu durchgehend verbunden geblieben. „Ich kenne hier alles in- und auswendig“, ergänzt er mit einem Schmunzeln. Besonders eng arbeitet er mit der pflegerischen Leitung des Suchtbereichs, Kirsten Zimmer, zusammen: „Wir leiten das gemeinsam – wir kennen und vertrauen uns.“

Dr. Holger Lach folgt auf Chefärztin Zehra Erkurt, die sich Ende 2025 beruflich neu orientiert hat. Nach einer Phase als kommissarischer Chefarzt übernimmt er die Position nun offiziell.

Medizin im echten Leben

Was Lach an seiner Arbeit besonders schätzt, ist der offene Austausch im Team. „Mir gefällt eine Medizin, die im echten Leben stattfindet“, sagt er. Damit meint er eine multiprofessionelle Zusammenarbeit, in der unterschiedliche Perspektiven ausdrücklich erwünscht sind. Widerspruch versteht er dabei nicht als Störung, sondern als Chance: „Produktiver Widerspruch bringt uns weiter.“ Diese Haltung hat er bereits in der Rechtsmedizin kennengelernt, mit der er im Laufe seiner Karriere immer wieder Berührungspunkte hatte.

Fokus auf integrative Suchttherapie

Für den Bereich Suchtmedizin hat Lach klare Ziele: Gemeinsam mit seinem Team möchte er das Profil der Abteilung weiter schärfen. „Wir wollen uns stärker auf das konzentrieren, was wir besonders gut können“, erklärt er.

Ein zentraler Baustein ist dabei die integrative Suchttherapie, die weiter ausgebaut werden soll. „Suchtmedizin war früher stark auf den Entzug fokussiert“, so Lach. „Doch es geht um mehr: Oft erfüllt die Sucht eine wichtige Funktion im Leben der Betroffenen. Wenn wir nachhaltige Veränderungen erreichen wollen, müssen wir den Menschen als Ganzes betrachten – inklusive möglicher Depressionen, Traumata oder anderer zugrunde liegender Erkrankungen.“

Breiter Blick auf den Menschen

Sein Zugang zur Medizin ist geprägt von einem ungewöhnlichen Werdegang. Vor seinem Medizinstudium studierte Lach Philosophie und Germanistik auf Lehramt und beschäftigte sich intensiv mit ethischen Fragestellungen. „Als guter Psychiater habe ich nicht nur Medizin studiert“, sagt er augenzwinkernd.

Der am Niederrhein aufgewachsene Sohn einer Arbeiterfamilie fand über philosophische und ethische Fragen schließlich den Weg in die Medizin – eine Entscheidung, die er bis heute nicht bereut.

Mit Blick auf seine neue Aufgabe zeigt sich Lach hochmotiviert: „Wir können loslegen.“

Dr. med. Holger Lach sitzt lächelnd an seinem Schreibtisch

„Wir können loslegen.“ – Dr. med. Holger Lach

Symposium in Planung

Die Deutsch-Polnische Gesellschaft für Seelische Gesundheit hat nun ihre Vorstandssitzung an der LWL-Klinik Dortmund abgehalten.

Die Expertinnen und Experten aus Deutschland und Polen planten dabei unter anderem das 35. Symposium der Gesellschaft. Die internationale Fachveranstaltung, die jährlich zwischen Polen und Deutschland wechselt, ist Treffpunkt für zahlreiche Fachleute aus dem Bereich der psychiatrischen Versorgung und findet dieses Jahr Ende September an der LWL-Klinik Dortmund statt. Hauptthema des diesjährigen Symposiums sind die gesellschaftlichen Veränderungen und ihre Auswirkungen auf die psychiatrische Versorgung.

Dr. Patrick Debbelt, der Ärztliche Direktor der LWL-Klinik Hemer und Vorstandsmitglied der Deutsch-Polnischen Gesellschaft für Seelische Gesundheit, hatte die Sitzung organisiert. Die Wahl des Dortmunder Standorts ist dabei nicht ungewöhnlich, denn die LWL-Klinik Hemer bildet zusammen mit der LWL-Klinik Dortmund innerhalb des Landschaftsverbands Westalen-Lippe ein sogenanntes Regionales Netz, weshalb die Kliniken eng miteinander verknüpft sind.

Die Deutsch-Polnische Gesellschaft für Seelische Gesundheit vernetzt Expertinnen und Experten aus Polen und Deutschland. Die Ziele der Gesellschaft sind unter anderem der Erfahrungs- und Wissensaustausch sowie die Gestaltung von Kooperationen und Projekten.

KOSH möchte Wichtelweg gestalten – Wohnverbundshaus KOSH und Stadt beraten

Miniaturhäuser und winzig kleine Räume am Wegesrand versteckt zwischen den Bäumen – das kennen einige Spaziergänger als „Wichtelweg“ zum Beispiel in Balve. Möglicherweise gibt es solche liebevoll gestalteten Miniaturen in Zukunft auch in Hemer.

Die Idee dazu hatten Laura Becker und Nadine Hinz vom KOSH, dem Karl-Otto-Stoffer-Haus des LWL-Wohnverbunds Hemer. Sie sehen in einem Miniaturenweg eine Möglichkeit das KOSH bekannter zu machen und die Bewohner des Hauses, die beim LWL Leistungsberechtigte heißen, mit etwas zu beschäftigen, das sie begeistert. Im Im KOSH wohnen Menschen mit einer Abhängigkeitserkrankung, die wieder in ein geregeltes Leben zurückfinden wollen.

Becker und Hinz waren nun, zusammen mit dem Leistungsberechtigten Patrik Wulf bei Hemers Bürgermeister Christian Schweitzer, um ihre Ideen vorzustellen. Bei Schweitzer liefen sie offene Türen ein. Der Bürgermeister kennt den Wichtelweg aus der Nachbarstadt und hat erlebt wie hingerissen seine Kinder von den Miniaturen am Wegrand waren. Sie seien ohne sich zu beschweren, den ganzen Weg mitgelaufen, berichtete Schweitzer. Mit dem Bau der Mini-Räume Inklusion und Nachhaltigkeit in Hemer zu fördern und vielleicht sogar später noch andere Gruppen, Vereine, Schulen und Kindergärten einbinden zu können, gefällt dem Bürgermeister gut.

Gemeinsam überlegten die LWL-Mitarbeiter und Schweitzer wo der Weg langführen soll und wie die Miniatur-Stationen vor Vandalismus geschützt werden können. Im Gespräch waren der Sauerlandpark, der Weg zum Felsenmeer oder das ehemalige Truppenübungsgelände. Wo auch immer der Hemeraner „Wichtelweg“ entsehen wird, Patrik Wulf freut sich schon auf die Arbeit an den Miniaturen. Und er ist sich sicher, dass auch weitere Leistungsberechtigte im KOSH Spaß darab haben werden.

LWL-Azubis pflanzen 750 Setzlinge

Auszubildende des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) pflanzten am Freitag (5.12.) passend zum Weltbodentag rund 750 Setzlinge auf einem Gelände nahe der LWL-Klinik Hemer, Hans-Prinzhorn-Klinik, um sich für Klima, Umwelt und Nachhaltigkeit einzusetzen.

Bei der LWL-Aktion „Azubi-Bäume“ packten etwa 120 LWL-Mitarbeitende an, darunter nicht nur Azubis, sondern auch Studierende und Hospitanten. Die Helferinnen und Helfer kamen dabei aus der LWL-Kernverwaltung in Münster, den LWL-Kliniken Hemer und Dortmund, der mit den Klinikstandorten verbundenen LWL-Pflegeschule Dortmund sowie der LWL-Personalentwicklung. Die Pflanzfläche selbst wurde vom LWL-Bau- und Liegenschaftsbetrieb (LWL-BLB) bereitgestellt, der über 1.000 Hektar Wald im Verbandsgebiet des LWL verwaltet und bewirtschaftet. Um die Aktion zu würdigen und auch selbst mit anzupacken, kamen ebenso Teile der LWL-Führung und -Verwaltung nach Hemer: darunter Dr. Georg Lunemann, Direktor des LWL und Urs Frigger, Dezernent des LWL-Bau- und Liegenschaftsbetriebs sowie Prof. Dr. Jens Bothe, als Kaufmännischer Direktor der LWL-Klinik Hemer.

Koordiniert wurde die Nachhaltigkeitsaktion, die nach 2024 bereits zum zweiten Mal durchgeführt wurde, von der LWL-Stabsstelle Klima, Umwelt und Nachhaltigkeit in enger Zusammenarbeit mit den beteiligten Akteuren.

Die Azubi-Pflanzaktion ist ein Netzwerkprojekt. Beteiligt sind unter anderem die LWL-Stabstelle Klima, Umwelt und Nachhaltigkeit, mehrere LWL-Pflegeschulen, die LWL-Personalentwicklung, der LWL-Bau und Liegenschaftsbetrieb sowie die Forstverwaltung, die für den Wald zuständig ist. Vertreter:innen der Bereiche haben sich auf diesem Foto zusammengestellt. 

Bei der LWL-Aktion "Azubi-Bäume" packten viele LWL-Mitarbeitende an, darunter nicht nur Azubis, sondern auch Studierende und Hospitanten. Die Helferinnen und Helfer kamen dabei aus der LWL-Kernverwaltung in Münster, den LWL-Kliniken Hemer und Dortmund, der mit den Klinikstandorten verbundenen LWL-Pflegeschule Dortmund sowie der LWL-Personalentwicklung. 

Landesdirektor Dr. Georg Lunemann begrüßte die Teilnehmenden und betonte unter anderem: "Die Azubi-Pflanzaktion ist nicht nur gut für das Klima und die Biodiversität. Sie ist eine echte Gemeinschaftsaktion und stärkt den Zusammenhalt innerhalb des LWL."

In die gebohrten Pflanzlöcher setzen die Teilnehmenden unter anderem Douglasien, Weißtannen, Rotbuchen, Roteichen, Walnuss, Robinien und Esskastanien.

Klimaneutralität als Verantwortung für zukünftige Generationen
Dr. Georg Lunemann, der Direktor des LWL betont: "Gerade in der heutigen Zeit brauchen wir Werte: Der LWL ist sich als großer öffentlicher Akteur seiner Verantwortung für Nachhaltigkeit bewusst. Jede Maßnahme - sei es durch Aufforstung, den Ausbau erneuerbarer Energien oder die Förderung nachhaltiger Mobilität - trägt dazu bei, den Klimawandel zu bekämpfen. Die Azubi-Pflanzaktion ist dabei nicht nur gut für das Klima und die Biodiversität. Sie ist eine echte Gemeinschaftsaktion und stärkt den Zusammenhalt innerhalb des LWL."

Vielseitig, resistent und anpassungsfähig
Um keine Monokultur entstehen zu lassen, wurde in Zusammenarbeit mit Försterin Julia Borghoff auf eine vielseitige Auswahl an Setzlingen geachtet. Douglasien, Weißtannen, Rotbuchen, Roteichen, Walnuss, Robinien und Esskastanien im Hauptbereich der Fläche ergänzen die im Wegbereich gepflanzten Wildäpfel, Wildbirnen, Elsbeeren und Speierlinge. Bei der Auswahl standen Faktoren wie Klimaresistenz, Anpassungsfähigkeit sowie die Förderung der Biodiversität in der Region im Fokus.

Prof. Dr. Jens Bothe, der Kaufmännische Direktor der LWL-Kliniken Hemer und Dortmund, erläutert: "Nachhaltigkeit im Gesundheitswesen bezieht sich nicht nur auf Versorgung, Pflege und Heilung, sondern bedeutet auch Verantwortung für Umwelt und Gesellschaft. Mit Aktionen wie dieser Pflanzaktion zeigen wir, dass wir nicht nur für unsere Patientinnen und Patienten, sondern auch für die Umwelt und die kommenden Generationen Verantwortung übernehmen. Indem wir auf eine vielfältige Baumartenwahl setzen, tragen wir aktiv zur Aufforstung bei, fördern die biologische Vielfalt und stärken die Resilienz der Natur gegenüber den Herausforderungen des Klimawandels."

Nach der Arbeit für die gute Sache konnten sich die Helferinnen und Helfer auf einen gemeinsamen Austausch an der LWL-Klinik Hemer freuen. Bei Getränken und Leckereien gab es genug Gelegenheit, sich zu stärken und die Kolleginnen und Kollegen aus den anderen LWL-Bereichen kennenzulernen. An der Pflanzfläche erinnert nun ein Aufsteller an die Veranstaltung. Dieser führt mit einem QR-Code zu weiteren Infos zur Aktion und den Namen der Helferinnen und Helfer.

Internationaler Ergotherapieworkshop in Branice

Einige Mitarbeitende der LWL-Klinik Hemer nahmen an einem internationalen Ergotherapieworkshop im polnischen Branice teil. Eingeladen hatte die dortige Partnerklinik, die zum Austausch von Fachwissen und praktischen Erfahrungen ein buntes Programm zusammengestellt hatte.

Nach der Ankunft am Flughafen in Kattowitz wurden die Teilnehmenden herzlich empfangen und zur Klinik gebracht. Im Anschluss startete der erste Workshop-Tag – unter anderem mit dem Thema Schmieden. Über das gesamte Klinikgelände verteilt konnten kleine Metallkunstwerke bestaunt werden, die während vorheriger Workshops entstanden waren.

Am Abend kamen die Fachkräfte aus Polen, Tschechien, der Ukraine und Deutschland zu einem gemeinsamen Grillabend zusammen. In intensiven Gesprächen tauschten sie sich über die unterschiedlichen Arbeitsweisen und Betätigungsfelder der Ergotherapie in ihren jeweiligen Ländern aus.

Der zweite Tag bot erneut vielfältige kreative Angebote – etwa Makramee, Papierflechten oder Blumenfilzen. So erhielten die Besucherinnen und Besucher einen direkten Einblick in die alltägliche therapeutische Arbeit vor Ort. Ein besonderes Highlight war die Besichtigung der historischen Klosterkirche sowie einer Teppichsammlung, die ein ehemaliger Patient über viele Jahre hinweg geschaffen hatte. Seine großformatigen Werke, von denen manche bis zu vier Quadratmeter messen, dienten ihm als Ausdruck der Verarbeitung persönlicher Kriegs- und Kindheitserfahrungen. Zu seinem Gedenken entsteht derzeit ein Ausstellungshaus, in dem die Teppiche künftig dauerhaft präsentiert werden sollen.

Den Abschluss des Tages bildete ein gemeinsames Festessen auf einem Reiterhof mit Planwagenfahrt, Bogenschießen und einer eindrucksvollen Falkner-Vorführung. Die Teilnehmenden zeigten sich beeindruckt von der Gastfreundschaft sowie dem Engagement, mit dem in Branice Therapie, Handwerk und Kultur verbunden werden.

Das Klinikgelände selbst – ein ehemaliges Kloster – wird derzeit umfassend umgebaut und erweitert. Neben restaurierten Gebäuden sind neue Einrichtungen und ein weitläufiger Park mit Gewächshäusern entstanden, die Mitarbeitenden und Patientinnen sowie Patienten vielfältige Rückzugs- und Erholungsmöglichkeiten bieten.

Der Besuch in Branice hinterließ bei den Beteiligten nachhaltige Eindrücke: Herzlichkeit, Offenheit und der fachliche Austausch über Ländergrenzen hinweg machten diesen Workshop zu einem besonderen Erlebnis.

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Tolle Neuigkeiten aus dem Bereich Umweltmanagement

Die LWL-Klinik Hemer wurde mit dem Umweltmanagementpreis 2025 ausgezeichnet – eine besondere Anerkennung für Einrichtungen, die sich in vorbildlicher Weise für Umwelt- und Ressourcenschutz engagieren.

Unsere Klinik ist nach dem europäischen Umweltmanagementsystem EMAS zertifiziert. Damit verpflichten wir uns, unsere Umweltziele regelmäßig zu überprüfen, jährlich Fortschritte zu erzielen und neue Maßnahmen zu entwickeln, um nachhaltiger zu werden.

Ausgezeichnet wurden wir in diesem Jahr für unser Projekt zur Reduzierung von Essensabfällen. Ziel war es, das Wegwerfen von Lebensmitteln sichtbar zu machen – und so das Bewusstsein für den eigenen Verbrauch zu schärfen. Auf den Stationen werden dafür nun durchsichtige Behälter genutzt, auf denen die Menge des anfallenden Abfalls ablesbar ist. Wer sieht, wie viel übrig bleibt, achtet automatisch genauer darauf, wie viel er sich nimmt.

Die Wirkung lässt sich sehen: Mit dieser einfachen, aber wirkungsvollen Maßnahme konnten wir die Lebensmittelabfälle um mehr als 40 Prozent pro Monat reduzieren. Ein Erfolg, der zeigt, dass bewusster Umgang mit Ressourcen auch im Klinikalltag funktioniert – Schritt für Schritt und mit großer Wirkung.

"Manchmal braucht es einfach nur jemanden, der an einen glaubt"

Eine liebevolle Familie, ein eigenes Zimmer und eine Arbeitsstelle - Giuseppa ist glücklich. Die 28-Jährige lebt bei einer Gastfamilie, die Leistungen des "Betreuten Wohnens in Familien" (BWF) des LWL-Wohnverbundes Hemer erhält. So können Menschen mit Behinderung in einem familienähnlichen Umfeld wohnen und dort die Unterstützung erhalten, die sie benötigen.

Giuseppa ist vom Fetalen Alkoholsyndrom (FAS) betroffen, das durch den Alkoholkonsum der Mutter während der Schwangerschaft verursacht wird und zu körperlichen und geistigen Störungen sowie zu Störungen des Verhaltens führen kann. Zusätzlich hat sie ein Tourette-Syndrom, eine neurologische Erkrankung, die unter anderem mit unkontrollierbaren Bewegungen einhergeht. Die Erkrankungen wurden bei Guiseppa erst festgestellt, als sie schon acht Jahre alt war. Da hatte sie bereits eine schwierige Zeit in ihrer Familie und einen Aufenthalt in einem Kinderheim hinter sich. Irgendwann war klar, dass Guiseppa ganztägige Begleitung benötigt.

Bei ihrer Gastfamilie hat sie nun ein liebevolles Zuhause gefunden und ist regelrecht aufgeblüht. Auch hier war es anfangs nicht leicht für und mit Guiseppa, es gab auch eine kurze Auszeit vom Familienleben. Aber mittlerweile hat sie sich gut eingelebt und ist ein wichtiger Teil im Familiengefüge. Dazu gehören neben den Gasteltern mehrere leibliche Kinder und Pflegekinder. Der Vater hat das Haus komplett umgebaut, damit jedes Familienmitglied ein eigenes Zimmer hat. Die Mutter gibt Halt und den Tagen eine klare Struktur. "Das hilft allen sehr", sagt die Erzieherin, "Auch die Arbeit im Haushalt ist unter den Familienmitgliedern aufgeteilt." So hilft Guiseppa in der Küche, kann sich selbst versorgen und arbeitet jeden Tag in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung, wo sie sich angenommen und verstanden fühlt.

Die Gastmutter wusste schon früh, dass sie für viele Kinder sorgen und ihnen ein Zuhause geben wollte. Sie lebt für ihre Aufgabe und träumt von einer eigenen Wohngruppe für Menschen mit FAS. Ihren herausfordernden Alltag bewältigt sie mit viel Gelassenheit und Empathie. "Man muss in sich ruhen und die Bedürfnisse aller kennen und verstehen", sagt sie über ihre Rolle.

Der Wohnverbund Hemer des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL) sucht weitere Gasteltern. Voraussetzung sind vor allem Zeit und der Wunsch, sich mit Menschen mit besonderen Bedürfnissen zu beschäftigen. Unterstützung gibt es vom LWL-Wohnverbund und bei Minderjährigen zusätzlich vom Jugendamt. Weitere Informationen hierzu können bei Kerstin Ebert, der stellvertretenden Leitung des Wohnverbundes, erfragt werden - zum Beispiel per E-Mail an kerstin.ebert@lwl.org oder telefonisch unter 02371 / 14543.

Fünf Jahre LWL-Tagesklinik Plettenberg

Ein breites Behandlungsangebot in zentraler Lage

Vor fünf Jahren wurde die LWL-Tagesklinik in Plettenberg eröffnet und ist seitdem im westlichen Sauerland eine feste Größe und ein Gewinn für Menschen in psychischen Krisen. Die Außenstelle der LWL-Klinik Hemer bietet so eine ortsnahe Versorgung ohne weite Anreisen sowie vielfältige Behandlungen durch ein engagiertes Team.

Klangschalenmeditation, Hirnleistungstraining, Waldbaden, Walking, Yoga, Lichttherapie, Aerobic, Ohr-Akupunktur und vieles mehr. Die Patientinnen und Patienten der Tagesklinik des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) in Plettenberg kommen neben therapeutisch-ärztlichen Einzel- und Gruppengesprächen in den Genuss vieler abwechslungsreicher Therapien. „Alle Berufsgruppen vertreten sich gegenseitig, haben Fortbildung besucht und sich qualifiziert, spezifische Therapien zu übernehmen“, sagt Heidi Bastian, die pflegerische Leiterin. „Wir sind ein eingespieltes Team, das zusammenhält. Die Patientinnen und Patienten kommen gerne zu uns.“

Das Jubiläum der Tagesklinik soll am 28. Juni mit einem Tag der offenen Tür gefeiert werden. Das Team möchte dann das Programm der Tagesklinik mit Vorträgen, Sport- und Achtsamkeitsgruppen zum Mitmachen vorstellen. Chefärztin Elke Koling hofft, dass viele Plettenberger dieses Angebot wahrnehmen und vorbeikommen: „Hier kann jeder Mensch, ob psychisch erkrankt oder nicht, Impulse für sein seelisches Wohl bekommen.“

Dr. Patrick Debbelt erhält Auszeichnung vom renommierten Focus Magazin

Das Focus-Siegel „Top Mediziner“ steht für herausragende Leistungen und besondere Expertise im medizinischen Bereich. Es wird jährlich an Ärzte verliehen, die sich durch hohe Fachkompetenz, erstklassige Behandlungserfolge und exzellente Patientenbewertungen auszeichnen. Die Auswahl der Preisträger erfolgt durch umfangreiche Datenerhebungen und Analysen des Marktforschungsinstituts Statista, basierend auf Empfehlungen von Ärzten, Patientenbewertungen und wissenschaftlichen Publikationen.

Dr. Patrick Debbelt hat sich durch sein außerordentliches Engagement und seine fachliche Expertise im Bereich der Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) sowie der Behandlung von Depressionen hervorgetan. Seine innovativen Ansätze und seine empathische Patientenbetreuung haben maßgeblich zur Verbesserung der Lebensqualität vieler Patienten beigetragen.

„Diese Auszeichnung ist eine Bestätigung der intensiven Arbeit und des Engagements unseres gesamten Teams“, sagt Dr. Debbelt. „Wir setzen uns täglich dafür ein, unseren Patienten die bestmögliche Versorgung zu bieten. Das Focus-Siegel ist ein Ansporn, unsere hohen Standards weiter aufrechtzuerhalten und kontinuierlich zu verbessern.“